AUF EINEN BLICK
SPF steht für „Sun Protection Factor“, und ist die Abkürzung für Lichtschutzfaktor (LSF) auf Deutsch, auch Sonnenschutzfaktor genannt. Der SPF beschreibt, wie viel länger du mit Sonnenschutz theoretisch in der Sonne bleiben kannst, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, im Vergleich zu ungeschützter Haut. Grundlage, um den Lichtschutzfaktor zu berechnen, ist folgende Formel:
SPF × Eigenschutzzeit der Haut = theoretische Schutzdauer
Wenn deine Haut beispielsweise nach zehn Minuten ohne Schutz erste Sonnenbrandanzeichen zeigt, bietet ein korrekt aufgetragener SPF 50 rechnerisch bis zu 500 Minuten Schutz. Aber Achtung: Diese Berechnung basiert auf standardisierten Laborbedingungen – in der Realität spielen viele weitere Faktoren eine Rolle. Und: In dieser Rechnung liegt der Fokus auf Sonnenbrand. Andere langfristige Schäden werden nicht berücksichtigt, auch wenn unsere Haut sie nicht vergisst. Daraus resultierende Folgen wie vorzeitige Hautalterung oder Hautkrebs können sich Jahre später zeigen und dann akut werden. Das heißt: Hautschäden entstehen auch schon ohne Sonnenbrand.
Welchen Lichtschutzfaktor brauche ich: Lichtschutzfaktor 50 oder 30?
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie gut ein Produkt vor UVB-Strahlung schützt. Je höher der LSF bzw. SPF, desto höher die Schutzleistung. Dabei wird zwischen verschiedenen Schutzkategorien unterschieden. Die folgende Lichtschutzfaktor-Tabelle zeigt dir, wie sich SPF-Werte und UVA-Schutz einordnen lassen.
Sowohl das Daily Defence SPF 30 Fluid als auch das SPF 50 Fluid von DR. EMI ARPA SKIN zählen zu der Kategorie “High protection”, also mit hohem Sonnenschutz der Haut. Sie helfen, UV-bedingte Hautschäden wie Sonnenbrand vorzubeugen. Grober Richtwert für den Alltag: Sonnenschutz mit LSF 30 oder LSF 50 ist immer ratsam, der SPF hängt von der Situation und dem Hauttyp ab. Produkte mit Lichtschutzfaktor 100 gibt es zwar, sie sind jedoch nicht gängig, da selbst Sonnenschutzmittel mit dem höchsten Lichtschutzfaktor nicht sämtliche UV-Strahlung filtern können. Angaben wie „100-prozentiger Schutz“ oder „Sunblocker“ gelten laut EU-Kommission als unseriös und dürfen nicht verwendet werden, da sie eine trügerische Sicherheit vermitteln. Sonnenschutzmittel müssen zudem deutliche Warnhinweise tragen, die darauf hinweisen, dass kein 100-prozentiger Schutz möglich ist. Sie sollen Verbraucher:innen deutlich machen, dass zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen wie zum Beispiel die Vermeidung intensiver Sonnenstrahlung dennoch notwendig bleiben.
Nachcremen = Aufrechterhalten, nicht Verlängern
Essenziell bei Sonnenschutzmitteln ist, dass sie regelmäßig reappliziert werden. Der Satz „Nachcremen verlängert die Schutzdauer nicht“ klingt daher erstmal widersprüchlich. Die Schutzdauer ergibt sich einmalig aus dem Lichtschutzfaktor multipliziert mit dem individuellen Eigenschutz der Haut. Und hier wird es spannend: Sie verlängert sich nicht durch Nachcremen, denn dies dient nur der Aufrechterhaltung des Schutzes. Die tägliche Sonnencreme wird durch Schweiß, Wasser, mechanische Reibung (z. B. Kleidung, Handtuch) oder unvollständiges Auftragen abgetragen oder reduziert. Mit der Zeit nimmt die effektive Schutzwirkung ab, selbst wenn die theoretische Schutzdauer noch nicht erreicht ist.
- Ein hoher SPF ist wichtig, aber nur ein Teil von effektivem Sonnenschutz
- Nachcremen verlängert die Schutzzeit nicht, sondern erhält sie
- Sonnenschutz ist für alle Hauttypen sinnvoll – unabhängig von der Eigenschutzzeit
- UVA-Strahlen verursachen Hautalterung, UVB-Strahlen Sonnenbrand → Schutz vor beiden ist essenziell






