WAS IST HYLURONSÄURE?
Von der Endung “-säure” sollte man sich nicht abschrecken lassen: Hyaluronsäure ist grundsätzlich gut verträglich. Es handelt sich dabei um eine ursprünglich natürliche Substanz, die auch im Körper vorkommt und eine entscheidende Rolle in verschiedenen Geweben spielt – vor allem in der Haut. Ansonsten befindet sich die klare, gelartige Substanz in Gelenken, Augen und anderen Bindegewebsstrukturen.
Gut zu wissen:
Wenn Hyaluronsäure Wasser aufnimmt, wird sie transparent. Passend dazu leitet sich ihr Name von "Hyalos" ab, dem griechischen Wort für Glas.
Hyaluronsäure in der Haut
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und hat die besondere Fähigkeit, große Mengen Wasser zu binden – ungefähr das Tausendfache ihres Eigengewichts. Das macht sie zu einem hervorragenden Feuchtigkeitsspeicher, der die Haut prall erscheinen lässt.
Ihre Rolle in der Haut geht noch darüber hinaus: Hyaluronsäure wirkt wie ein „Schmiermittel“ zwischen den kollagenen und elastischen Fasern der Haut, die für Straffheit und Elastizität verantwortlich sind. Sie sorgt also dafür, dass die Haut auch bei Bewegung oder Dehnung ihre Spannkraft bewahren kann.
Hyaluronsäure: Funktion und Wirkung auf die Haut
Der Begriff Hyaluron wird oft umgangssprachlich verwendet. Zudem wird Hyaluron für die Haut gerne als Wundermittel beworben – wissenschaftlich existiert es jedoch nicht als einzelne Substanz, die richtige Bezeichnung lautet “Hyaluronsäure”. Sie ist ein beliebter Inhaltsstoff in Pflegeprodukten wie Cremes und Seren fürs Gesicht, denn: Mit zunehmendem Alter nimmt die Produktion im Körper ab – die Folge: verringerte Hautfeuchtigkeit und mögliche Trockenheitsfältchen Hyaluronsäure wirkt als Feuchtigkeitsspeicher und kann die Haut prall und elastisch erscheinen lassen – eine optische Faltenreduzierung mit Hyaluronsäure ist möglich, sie ist aber kein klassischer Anti-Aging-Wirkstoff Hyaluronsäure ist kein Antioxidans im klassischen Sinne, kann aber indirekt dazu beitragen, oxidativen Stress zu reduzieren, indem sie die Hautbarriere stärkt und Wasser bindet Hyaluronsäure gehört zusammen mit Lipiden, natürlichen Feuchthaltefaktoren (NMFs), Sebum und Aquaporin zu den Substanzen, die für die Feuchtigkeit in der Haut verantwortlich sind. Als Hauptbestandteil der extrazellulären Matrix, dem Netzwerk, das unsere Hautzellen stützt, spielt Hyaluronsäure eine entscheidende Rolle dabei, die Haut hydratisiert zu halten. Als Feuchtigkeitsspeicher arbeitet sie zusammen mit NMFs. Das ist eine Gruppe von Substanzen wie Aminosäuren, Milchsäure und Harnstoff (Urea) sowie anderen kleineren Molekülen, die in der äußeren Hautschicht vorkommen, die Hautbarriere stärken und Feuchtigkeit binden. Sie bilden einen natürlichen Feuchtigkeitsfilm auf der Haut.
Was sind NMFs?
Natürliche Feuchthaltefaktoren (NMFs, engl. "Natural Moisturizing Factors") sind eine Gruppe von Substanzen, die natürlicherweise in der äußeren Hautschicht (Hornschicht) vorkommen und für die Aufrechterhaltung einer gesunden Feuchtigkeitsversorgung und Barrierefunktion der Haut entscheidend sind. Sie binden Wasser aus der Umgebung und halten es in der Haut. Zu den NMFs gehören zum Beispiel Aminosäuren und deren Derivate, Milchsäure, Glycerin und Urea.






