WAS IST TROCKENE HAUT IM GESICHT?
Trocken ist nicht gleich trocken: Allgemein wird zwischen trockener und dehydrierter Haut unterschieden. Trockene Haut ist ein Hauttyp, der sich durch einen Mangel an Lipiden, also Hautfetten, auszeichnet. Dadurch wird die Hautbarriere poröser, und Wasser kann leichter verdunsten. Dehydrierte Haut hingegen ist ein vorübergehender Zustand, bei dem der Haut Feuchtigkeit im Stratum corneum (der Hornschicht) fehlt. Dieser Zustand kann bei jedem Hauttyp auftreten – auch bei öliger oder Mischhaut.
Trockene, also lipidarme Haut, zeigt sich häufig durch Rauheit, Schuppung, Spannungsgefühl im Gesicht und feine Risse – typische Begleiter zum Beispiel bei genetischer Veranlagung oder Hautalterung.
Dehydrierte, also feuchtigkeitsarme Haut, wirkt dagegen fahl, zeigt feine Linien und wirkt weniger elastisch, ohne zwingend schuppig zu sein. Verantwortlich sind hier meist Umweltfaktoren wie Heizungsluft, Sonne, aggressive Reinigung oder winterlich kaltes Klima, die Wasserverlust verursachen, während die Lipidmenge normal oder sogar erhöht sein kann. Gerade kalte Luft beispielsweise enthält weniger Feuchtigkeit, sodass die Haut mehr Feuchtigkeit an die Umgebung verliert.
Beide Zustände hängen oft zusammen: Ist die Hautbarriere geschwächt, steigt der transepidermale Wasserverlust, was zur Dehydratation führt. Dadurch funktionieren die Enzyme, die für die natürliche Abschuppung verantwortlich sind, schlechter und die Haut wird rau und gereizt. Diese Rückkopplung aus Barrierestörung, Dehydratation und Entzündungsprozessen hält trockene Hautzustände langfristig aufrecht. Die effektivste Pflege kombiniert daher Hydration (Wasser zuführen) mit Moisturization (Wasser halten) und stärkt die Barriere, um den Teufelskreis aus Trockenheit, Feuchtigkeitsverlust und Reizung zu durchbrechen.
Grundsätzlich kann jeder Hauttyp dehydrieren – selbst ölige Haut kann gleichzeitig feuchtigkeitsarm sein.







