WAS SIND PEPTIDE?
Peptide sind kurze Ketten von Aminosäuren, die als Bausteine für Proteine wie Kollagen, Elastin und Keratin fungieren – also für die Strukturen, die wesentlich zur Festigkeit und Elastizität der Haut beitragen. In der Welt der Moleküle unterscheidet man dabei primär zwischen zwei Gruppen: den Oligopeptiden, die aus nur wenigen Aminosäuren bestehen, und den Polypeptiden, die sich aus deutlich längeren Ketten zusammensetzen und somit deutlich komplexer sind
Dass Peptide gerade in der Skincare so beliebt sind, liegt an ihrer Vielseitigkeit: Als Stoffklasse übernehmen sie im Körper unterschiedliche Funktionen, unter anderem als Signal- oder Botenmoleküle. Da Peptide strukturell sehr unterschiedlich sind, gibt es nicht das eine „Wunder-Peptid“, sondern viele verschiedene Typen mit jeweils eigenen Eigenschaften. Ihre tatsächliche Wirkung auf die Haut hängt stark von ihrer spezifischen Struktur und Funktion ab. Deshalb ist es entscheidend, welche Peptide in einer Formulierung eingesetzt werden und wie sie kombiniert werden. Peptide können in der Haut mit bestimmten Prozessen in Verbindung stehen, die für die Hautstruktur wichtig sind. Dazu zählen unter anderem Mechanismen, die mit Kollagen und Elastin zusammenhängen: zwei Proteine, die maßgeblich zur Festigkeit und Elastizität der Haut beitragen. Du kannst dir das so vorstellen: Wenn wir älter werden oder unsere Haut durch äußere Faktoren gestresst wird, sinkt die natürliche Produktion dieser Proteine. Indem wir Peptide topisch (also von außen) auftragen, geben wir der Haut das Signal, die Bildung dieser natürlichen Proteine anzuregen. Da Peptide außerdem recht kleine Moleküle sind, können sie leichter in die oberen Hautschichten gelangen und dort ihre Funktion entfalten.







